Sägemaschinen für die industrielle Metallbearbeitung
Sägemaschinen trennen Metall wirtschaftlich, maßhaltig und mit geringem Materialverlust. In den meisten Betrieben stehen sie am Anfang der Prozesskette: Sie bringen Rohre, Profile, Wellen und Platten auf Länge, bevor die weitere Bearbeitung folgt. Genau deshalb entscheidet die Säge oft über den Durchsatz der ganzen Werkstatt. KNUTH bietet ein abgestimmtes Programm an Bandsägen und Kreissägen für Metall, von der kompakten Maschine für den gelegentlichen Schnitt bis zum Sägeautomaten für die Serienfertigung.
Bauformen: Bandsägen und Kreissägen
Vier Bauformen deckt das Programm ab. Jede hat einen klaren Einsatzschwerpunkt:
- Horizontale Gehrungsbandsägen: Der Sägebügel ist schwenkbar, dadurch sind Winkel- und Gehrungsschnitte an Rohren und Profilen ohne Umspannen möglich. Ausführungen mit Doppelgehrung schwenken nach beiden Seiten.
- Horizontale Bandsägen ohne Gehrungsverstellung: Auf den geraden Schnitt ausgelegt, robust gebaut und auf hohe Schnittleistung getrimmt. Die erste Wahl, wenn große Querschnitte in Menge getrennt werden.
- Vertikalbandsägen: Das Sägeband läuft senkrecht, das Werkstück wird von Hand geführt. Damit sind Konturen und Ausschnitte möglich, auch innerhalb des Werkstücks, wenn das Band durch eine Bohrung geführt und an der Schweißvorrichtung der Maschine wieder verbunden wird. Typisch im Werkzeug- und Formenbau.
- Kreissägen und Kaltkreissägen: Ein rotierendes Kreissägeblatt trennt schnell und mit sauberer Schnittkante. Kaltkreissägen arbeiten mit niedriger Schnittgeschwindigkeit und hohem Drehmoment, dadurch bleibt das Material kühl und braucht kaum Nacharbeit.
Als Faustregel: Die Bandsäge ist die flexible Universallösung für große und wechselnde Querschnitte, die Kreissäge punktet bei kleineren Querschnitten, kurzen Taktzeiten und Schnittqualität.
Automatisierungsgrade: von der handgeführten Säge zum Sägeautomaten
Der wichtigste Unterschied im Programm ist nicht die Bauform, sondern der Automatisierungsgrad. Er bestimmt, wie viel Bedienzeit pro Schnitt anfällt:
- Manuell: Spannen, Zustellen und Schnittstart erfolgen von Hand. Sinnvoll bei Einzelteilen, in der Instandhaltung und in der Ausbildung.
- Halbautomatisch: Der Schnitt läuft selbsttätig ab, gespannt und nachgeschoben wird von Hand. Das ist der übliche Kompromiss in der Werkstatt mit gemischten Aufträgen.
- Vollautomatisch: Materialvorschub, Spannen und Schnitt laufen gesteuert ab. Der Bediener rüstet nur noch. Damit lassen sich Stückzahlserien auch mit wenig Personal fahren.
- Mit NC-Steuerung: Die stärksten Sägeautomaten im Programm arbeiten mit einer NC-Steuerung. Schnittlängen, Stückzahlen und Schnittfolgen werden programmiert und wiederholt abgefahren.
Eine echte CNC-Säge mit frei programmierbarer Bahnsteuerung ist im Programm nicht enthalten und für das Trennen von Metall auch nicht nötig. Wer wissen will, welcher Automatisierungsgrad sich rechnet, sollte von der Zahl der Schnitte pro Tag ausgehen, nicht vom Maschinenpreis.
Welche Sägemaschine passt zu Ihrer Fertigung
Fünf Fragen führen in der Praxis zur richtigen Maschine:
- Werkstoff: Baustahl, Edelstahl, gehärtete Werkstoffe, Guss, Aluminium oder Buntmetall. Der Werkstoff bestimmt Schnittgeschwindigkeit und Sägeband.
- Querschnitt und Profil: Vollmaterial, Rohr oder Profil, und der größte zu trennende Durchmesser. Er entscheidet über die Baugröße.
- Gehrung: Werden Winkelschnitte gebraucht, und nach einer oder nach beiden Seiten.
- Stückzahl und Durchsatz: Einzelteil, kleine Losgröße oder Serie. Danach richtet sich der Automatisierungsgrad.
- Genauigkeit und Nacharbeit: Wie sauber muss die Schnittfläche sein, und ist ein weiterer Arbeitsgang eingeplant.
Die konkreten Schnittleistungen, Bandabmessungen und Schnittgeschwindigkeiten der aktuell verfügbaren Maschinen finden Sie in den Produktkarten oben. Wir gehen die Anforderungen gerne mit Ihnen durch und schlagen die passende Baugröße vor.
Anwendungen und Branchen
Sägemaschinen für Metall stehen überall, wo Material auf Länge gebracht wird. Im Maschinen- und Anlagenbau werden Wellen, Träger und Rohre zugeschnitten. Im Metallbau, im Stahlbau und in Schlossereien sind Profil- und Gehrungsschnitte das Tagesgeschäft. In der Instandhaltung und in Betriebswerkstätten muss die Säge alles können, von der Reparaturhülse bis zum Ersatzträger. Im Werkzeug- und Formenbau übernimmt die Vertikalbandsäge Konturschnitte. In der Serien- und Zulieferfertigung laufen Sägeautomaten mit Stangenmagazin und programmierter Schnittfolge. Auch in Lehrwerkstätten gehört die Metallsäge zur Grundausstattung.
Sägebänder, Kreissägeblätter und Zubehör
Die Leistung einer Sägemaschine steht und fällt mit dem Schneidwerkzeug. Entscheidend sind Zahnteilung und Bandtyp: eine grobe Zahnung für Vollmaterial, eine feine für dünnwandige Rohre und Profile. Bi-Metall-Sägebänder sind der Standard für Stahl, für harte Werkstoffe kommen hartmetallbestückte Bänder und Kreissägeblätter zum Einsatz. KNUTH liefert Sägeblätter und Sägebänder passend zur Maschine, darunter Bandsägeblätter in gängigen Abmessungen. Für Sägeautomaten sind Zufuhr- und Abfuhrrollenbahnen die sinnvollste Ergänzung: Sie halten langes Material sicher und verkürzen die Rüstzeit. Kühlmitteleinrichtung, Materialanschlag und Späneschutz gehören je nach Modell zum Lieferumfang oder sind als Option erhältlich.
Sägemaschinen in der Ausbildung
Sägen ist ein Grundverfahren und steht früh im Ausbildungsplan. Robuste, überschaubar bedienbare Maschinen sind dafür besser geeignet als hochautomatisierte Anlagen, weil Auszubildende Spannen, Schnittführung und Maschinensicherheit selbst erleben sollen. Welche Maschinen KNUTH für Lehrwerkstätten und Ausbildungsbetriebe zusammenstellt, zeigt die Übersicht Maschinen für die Ausbildung.
Warum KNUTH
KNUTH liefert Werkzeugmaschinen seit über 100 Jahren und führt rund 1.000 Maschinen dauerhaft am Standort Wasbek auf Lager. Viele Sägemaschinen sind daher kurzfristig verfügbar, ohne monatelange Lieferzeit. Jede Maschine wird dokumentiert geprüft und CE-konform ausgeliefert, die Konformitätserklärung und die vollständige Dokumentation liegen der Lieferung bei. Die Qualitätskontrolle findet in Deutschland statt. In unseren Showrooms in Wasbek, Denkendorf und Bocholt können Sie Maschinen vor der Entscheidung im Betrieb sehen. Preis-Leistung, Verfügbarkeit und ein Ansprechpartner für Maschine, Werkzeug und Service: Das ist der Unterschied zum reinen Katalogverkauf.
Service, Ersatzteile und Verfügbarkeit
Eigene Servicetechniker sind deutschlandweit im Einsatz, mit Service-Standorten im Norden in Wasbek und im Süden in Denkendorf. Gängige Ersatzteile kommen aus dem Hauptlager in Wasbek, Spezialteile direkt von den Herstellern. Für jede Maschine gilt eine Ersatzteilversorgung von 10 Jahren. Serviceanfragen laufen über unsere Serviceplanung. Sie brauchen eine Empfehlung oder ein Angebot? Kontaktieren Sie uns per E-Mail oder Telefon. Wir beraten Sie zu Bauform, Automatisierungsgrad und Sägeband und melden uns an jedem Werktag zügig zurück.
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