Laserschneidanlagen für die industrielle Blechbearbeitung
Laserschneidanlagen trennen Blech berührungslos. Ein gebündelter Laserstrahl schmilzt das Material in der Schnittfuge, ein Gasstrom bläst die Schmelze nach unten aus. Es gibt kein Werkzeug, das verschleißt, und keine mechanische Kraft, die auf das Werkstück wirkt. Deshalb entstehen auch filigrane Konturen sauber, maßhaltig und ohne Nacharbeit. Im Sprachgebrauch heißen dieselben Maschinen auch Laserschneidmaschinen oder Laser-Schneidanlagen, gemeint ist immer dasselbe Verfahren. KNUTH führt ein abgestimmtes Programm CNC-gesteuerter Anlagen mit Faserlaserquelle, von der kompakten Maschine für die Werkstatt bis zur High-Power-Anlage für Großformattafeln.
Faserlaser oder CO2-Laser: welche Technologie passt
Lange dominierte der CO2-Laser das Blechschneiden. Heute ist der Faserlaser im Metallschnitt der Standard. Sein Strahl entsteht in einer dotierten Glasfaser und läuft über ein Lichtleitkabel zum Schneidkopf. Daraus ergeben sich drei praktische Vorteile: ein deutlich höherer Wirkungsgrad und damit niedrigere Energiekosten pro Teil, kein Laserverbrauchsgas für die Strahlerzeugung und keine Spiegeloptik im Strahlweg, was den Wartungsaufwand senkt. Bei dünnem und mittlerem Blech schneidet der Faserlaser außerdem schneller. Reflektierende Werkstoffe wie Kupfer und Messing sind für ihn grundsätzlich zugänglich, beim CO2-Laser galten sie als kritisch. Umgekehrt bleiben Nichtmetalle wie Holz, Acryl oder Textilien die Domäne des CO2-Lasers. Alle Anlagen im KNUTH-Programm arbeiten mit Faserlaserquelle und sind auf Metall ausgelegt.
Baugrößen und Leistungsklassen
Das Programm ist nach Tischformat und Laserleistung gestaffelt. Vier Stufen deckt es ab:
- Kompaktklasse: quadratisches Tischformat, kleine Aufstellfläche, gedacht für Werkstätten, Prototypen, Instandhaltung und kleine Serien.
- Standardformat mit ausfahrbarem Tisch: das gängige Blechtafelformat, mit motorisch herausfahrbarem Tisch, Gaskonsole und Filteranlage.
- Wechseltisch-Baureihe: gleiches Leistungsspektrum, dazu ein zweiter Tisch. Während die Anlage schneidet, wird der zweite Tisch entladen und neu belegt.
- High-Power-Klasse: die höchsten Leistungsklassen für dicke Bleche und kurze Taktzeiten, in den größten Tischformaten.
Die konkreten Tischmaße, Laserleistungen und Verfahrwege stehen bei den einzelnen Baureihen im Raster oben.
Werkstoffe, Blechdicken und Schneidgas
Im Fokus stehen metallische Werkstoffe: Baustahl, Edelstahl und Aluminium, je nach Anlage und Leistungsklasse weitere Metalle. Bei Feinblech und Elektroblech spielt der Faserlaser seine Stärke aus, weil er schnell und mit geringem Wärmeeintrag arbeitet und das Bauteil dadurch kaum verzieht. Mit steigender Laserleistung wächst die schneidbare Dicke, und bei gleicher Dicke sinkt die Schnittzeit. Welche Leistungsklasse zu Ihnen passt, entscheidet sich also an drei Größen: Werkstoff, größte Blechdicke und geforderte Schnittkantenqualität. Das Schneidgas gehört zur Rechnung dazu. Sauerstoff ist bei dickerem Baustahl wirtschaftlich, Stickstoff liefert oxidfreie Kanten an Edelstahl und Aluminium und spart damit die Nacharbeit vor dem Beschichten.
CNC-Steuerung und Programmierung
Laserschneidanlagen sind durchgängig CNC-Maschinen. Eine konventionelle Variante gibt es in dieser Kategorie nicht. Die Bahnsteuerung führt den Schneidkopf über das Blech und regelt dabei Vorschub, Laserleistung, Gasdruck und Fokuslage aufeinander abgestimmt. In der Praxis arbeiten Sie mit einer Schachtelsoftware: Sie importieren die Geometrie aus dem CAD, die Software legt die Teile auf der Tafel aus, minimiert den Verschnitt und erzeugt daraus das Schneidprogramm. Für gängige Werkstoff- und Dickenkombinationen sind Schneidparameter hinterlegt, das verkürzt das Einrichten erheblich. Bedient wird direkt über die Steuerung an der Anlage. Wer heute von einer CNC-Laserschneidanlage spricht, meint genau dieses Zusammenspiel aus Bahnsteuerung, Prozessregelung und Programmierung am Rechner.
Automatisierung: Wechseltisch, Beladung und Absaugung
Bei modernen Anlagen ist selten die Schnittzeit der Engpass, sondern die Nebenzeit. Der Wechseltisch ist deshalb der wirksamste erste Automatisierungsschritt: Der zweite Tisch wird beladen und entladen, während die Anlage weiterschneidet. Bei mehreren Baureihen gehört er zur Serienausstattung. Weiter geht die Automatisierung mit Be- und Entladesystemen und Tafellagern, die längere Läufe ohne Bedieneingriff fahren. Ob sich das bei Ihren Stückzahlen rechnet, rechnen wir gemeinsam durch. Dazu kommt die Absaugung: Beim Laserschneiden entstehen Rauch und Feinstaub. Eine Absaug- und Filteranlage hält beides aus der Halle und ist bei den größeren Baureihen Teil des Lieferumfangs.
Anwendungen und Branchen
Laserschneidanlagen stehen überall dort, wo aus Blech Bauteile werden. Typisch sind Auftragsfertigung und Blechbearbeitung, Maschinen- und Anlagenbau, Fahrzeug- und Nutzfahrzeugbau, Elektro- und Schaltschrankbau, Metallbau, Behälterbau und Medizintechnik. Der Zuschnitt ist dabei fast immer der erste Schritt, danach folgen Umformen und Fügen. Die passenden Maschinen dafür finden Sie in der Blechbearbeitung, etwa Abkantpressen und Tafelscheren. Für dicke Bleche und einfachere Konturen ist die Plasmaschneidanlage häufig die wirtschaftlichere Wahl. Für höchste Genauigkeit an gehärteten Werkstoffen ist das Drahterodieren das passende Verfahren.
Zubehör und Verbrauchsmaterialien
Eine Laserschneidanlage braucht laufend Verschleißteile. Schneiddüsen und Schutzgläser am Schneidkopf werden im Betrieb belastet, Filterelemente setzen sich mit der Zeit zu. Diese Teile führen wir dauerhaft im Programm: Verbrauchsmaterialien zum Laserschneiden. Kalkulieren Sie sie von Anfang an mit ein, denn sie bestimmen die Kosten pro Schnittmeter mit, genauso wie Strom und Schneidgas. Weiteres Zubehör für Werkstatt und Betrieb finden Sie im Maschinenzubehör.
Warum KNUTH
KNUTH liefert Werkzeugmaschinen seit über 100 Jahren und führt rund 1.000 Maschinen dauerhaft am Standort Wasbek auf Lager. Bei Laserschneidanlagen hängt die Lieferzeit von Baugröße und Konfiguration ab, wir nennen sie im Angebot verbindlich. Jede Maschine wird dokumentiert geprüft und CE-konform ausgeliefert, die Konformitätserklärung und die vollständige Dokumentation liegen der Lieferung bei. Die Qualitätskontrolle findet in Deutschland statt. Als Anbieter wählen wir Baureihen und Komponenten aus, prüfen sie und stehen mit einem Ansprechpartner für Maschine, Zubehör und Service ein. In unseren Showrooms in Wasbek, Denkendorf und Bocholt sehen Sie Maschinen vor der Entscheidung im Betrieb.
Service, Ersatzteile und Verfügbarkeit
Aufstellung, Inbetriebnahme und die Einweisung Ihrer Bediener übernehmen wir auf Wunsch, den Umfang halten wir im Angebot fest. Eigene Servicetechniker sind deutschlandweit im Einsatz, mit Service-Standorten im Norden in Wasbek und im Süden in Denkendorf. Gängige Ersatzteile kommen aus dem Hauptlager in Wasbek, Spezialteile direkt von den Herstellern. Für jede Maschine gilt eine Ersatzteilversorgung von 10 Jahren. Serviceanfragen laufen über unsere Serviceplanung. Sie brauchen eine Empfehlung oder ein Angebot? Kontaktieren Sie uns per E-Mail oder Telefon. Wir beraten Sie zu Baugröße, Leistungsklasse und Automatisierung und melden uns an jedem Werktag zügig zurück.
Weitere Maschinenkategorien im Überblick
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